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“Stop den Kopfschmerz im Kindesalter”

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“Stop dem Kopfschmerz im Kindesalter”

Verhaltenstraining hilft Kindern und Jugendlichen mit Migräne und Spannungskopfschmerzen, berichten Experten auf dem Deutschen Schmerzkongre&szlig.

Stress und Zeitdruck machen nicht nur Erwachsenen das Leben schwer, auch Kinder und Jugendliche leiden daran. Und oft reagieren sie mit den gleichen Symptomen: sie bekommen Kopfschmerzen. Untersuchungen zufolge haben circa fünf bis acht Prozent aller Schulkinder behandlungsbedürftige Kopfschmerzen. “Schulangst, Leistungsdruck, aber auch das stundenlagen Sitzen vor dem Fernseher und Computer gelten als mögliche Ursachen der Beschwerden,” sagt Prof. Dr. Birgit Kröner-Herwig, Leiterin der Abteilung klinische Psychologie, klinische Psychologie und Intervention an der Univesität Göttingen. Wird ausschließlich medikamentös behandelt, besteht die Gefahr, daß die Kopfschmerzen im Erwachsenenalter chronisch werden.”In ihrer Studie “Stop den Kopfschmerz” untersuchte die Göttinger Psychologin deshalb, den Einfluß verschiedener verhaltenstherapeutischer Maßnahmen auf das Kopfschmerzgeschehen bei den kleinen Patienten.

Achtzig Kinder und Jugendlichen zwischen acht und vierzehn Jahren haben an der Untersuchung teilgenommmen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten absolvierten sie verhaltenstherapeutische Trainingsprogramme. Ausgewählt wurde nach dem Zufallsprinzip: Eine Gruppe der Kinder ging einmal pro Woche zur Gruppentherapie. Die zweite Gruppe trainierte alleine zuhause, mit Hilfe eines sogenannten Selbstlern-Trainings. Auch diese Kinder wurden einmal wöchentlich psychotherapeutisch betreut, allerdings nur telefonisch.

Die Ergebnisse der beiden Gruppen wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen. In aufwendigen Datenerhebungen untersuchten die Wissenschaftler das Befinden der Kinder vor und nach der Behandlung. Inzwischen liegen erste Ergebnisse von 65 Kindern aus dem Düsseldorfer Raum vor: “Die Kopfschmerzen haben sich während der Therapie bei ca. 60 Prozent der Patienten, nach eigenen Angaben sehr verbessert,” erklärt Kröner-Herwig. “Elf Prozent der Kinder erklärten nach der Behandlung sie wären beschwerdefrei. Eine Aussage, die im übrigen auch mit den Beobachtungen der Eltern übereinstimmte.”

Zur Überprüfung der Effektivität führten die Kinder ein Schmerztagebuch bis sechs Monate nach der Therapie. Auch ein halbes Jahr nach dem Training waren die Kopfschmerzen bei einem Großteil der kleinen Patienten um bis zu 15 Prozent verringert.

Prinzipiell erwies sich die Gruppentherapie als wirksamer als das Selbstlern programm.

Rückfragen an:

Prof. Dr. phil. Birgit Kröner-Herwig

Georg-August-Universität

Georg-Elias-Müller-Institut für

Psychologie, Klinische Psychologie und

Intervention

Goßlerstraße 14

37073 Göttingen

Tel.: 0551-39-3582

Fax.: 0551-39-3544

e-mail: [email protected]


Eine Liste mit Kopfschmerz-Experten in der jeweiligen Region

ist beim Generalsekretär und Pressesprecher der DMKG erhältlich.

Prof. Dr. Gunther Haag

Elztal Klinik

Pfauenstr. 6, 79215 Elzach-Oberprechtal

Tel.: (07682) 805-333, Fax: (07682) 805-135

Die Mitglieder-Liste und weitere Informationen über Kopfschmerz und Migräne auch unter: http://www.dmkg.de